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Für Kinder mit Spreizhose oder Gips durch Hüftdysplasie

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Hüftluxation rechts

Hüftluxation rechts

  • Erblich (Oma und Opa).
  • Entdeckt bei der Standarduntersuchung mit 3 Monaten.
  • Pavlik, Traktion, Hüftgips, Behandlung noch nicht beendet.


Unsere Tochter hat eine Hüftluxation/Dysplasie (rechte Hüfte ausgerenkt). Hiermit wurde sie geboren.

Eine Hüftfehlstellung kommt in unserer Familie vor, meine Mutter hatte mit ihren 50 Jahren schon zwei neue Hüften. Und mein Opa lief auch sehr jung schon ziemlich schlecht. Meine Mutter hatte uns noch darauf hingewiesen, rechtzeitig Röntgenbilder machen zu lassen, eine Nichte hat nämlich auch drei Monate eine Spreizhose tragen müssen. Der Kinderarzt hat die Fehlstellung aber schon bald bemerkt, Beinlängenunterschied, steife Hüfte und doppelte Pofalten.
Mit drei Monaten wurden Bilder gemacht und es kam eine Hüftluxation ans Licht. Wir mussten erst mal schlucken als wir die Bilder sahen, eine ausgekugelte Hüfte! Sie bekam sofort eine Pavlikbandage und ging so mit uns nach Hause. Anfangs war es gewöhnungsbedürftig, die Routine stellte sich aber bald ein. Unsere Kleine war nicht wirklich glücklich damit, sie weinte mehr, schien es. Ob dies aber wirklich von der Pavlik verursacht wurde, ist aber immer noch die Frage. Unser damaliger Orthopäde meinte, die Behandlung sei ja schmerzfrei!??

Nach zweimal Fotos war immer noch wenig Besserung sichtbar und es wurde eine Traktionsbehandlung im Krankenhaus bei uns in der Nähe geplant. Wieder mussten wir schlucken, hatten aber keine Wahl!

Zwei Wochen lang musste sie sich der Traktion unterziehen, möglicherweise noch eine zusätzliche Woche. Ich wurde beurlaubt und konnte somit immer bei ihr sein und ihr Papa kam abends nach der Arbeit und schlief am Wochenende bei ihr. Toll, dass das heutzutage erlaubt ist!
Sie war fröhlich und gut drauf, es schien, als sei sie froh, von der Pavlik erlöst zu sein. Hatte sie mal Schmerzen, dann bekam sie ein Schmerzmittel.
Nach zwei Wochen stellte sich auf den Fotos heraus, dass die Hüfte noch nicht richtig war, wir waren aber auf dem richtigen Weg. Die Traktion wurde um eine Woche verlängert, tief durchatmen und weitermachen. Aber auch nach dieser Woche zeigten die Bilder keine Verbesserung. Wir wurden zum Kinderorthopäden im Rijnstate Krankenhaus in Arnheim geschickt, es sollte eine Operation eingeplant werden. Wir waren darüber sehr traurig, die ganzen Wochen waren für unser Gefühl umsonst gewesen. Sie bekam eine Spreizhose und durfte mit nach Hause. Vom langen Liegen war sie ganz schlapp geworden, sie durfte ihr Bett ja auch nicht verlassen zum Schmusen oder Baden, es war also nicht verwunderlich.

Zum Glück bekamen wir schon zwei Wochen später einen Termin im Krankenhaus in Arnheim. Als dieser hörte, dass sie sich nur drei Wochen lang der Traktionsbehandlung unterzogen hatte, fand er dies viel zu kurz. Er wollte noch nicht operieren, weil er vermutlich eher etwas zerstören würde, statt zu heilen in diesem jungen Alter. Hier in diesem Krankenhaus ist es gebräuchlich, die Traktion 6 Wochen lang zu machen. Er schlug uns dies auch vor, ehe an eine Operation gedacht werden sollte.
Wir mussten uns an den Gedanken erst mal gewöhnen, wir gingen ins Krankenhaus in der Erwartung, dass dein Kind operiert werden soll und man erfährt wieder was von Traktion, und zwar ganze sechs Wochen lang. Der Orthopäde meinte, dies sei der beste Weg und als Eltern gönnt man seinem Kind nur das Beste und macht eben wieder weiter. Bei mir war das diesmal nicht so leicht, ich habe mir Fragen gestellt wie: “Wieso sollte es diesmal klappen und damals nicht, es ist so weit von Zuhause, wie kombiniere ich das mit meinem Job usw.”

Nach zwei Tagen hatte ich aber alle Hürden genommen und mein Mann und ich wurden für sechs Wochen beurlaubt. Die Fahrt ins Krankenhaus dauerte eine Dreiviertelstunde, also sind wir hauptsächlich im Krankenhaus geblieben. Wir schliefen abwechselnd bei unserer Tochter und haben ein Zimmer gemietet im “Oeverhuis”, eine Art Ronald Mac Donald Abteilung hier im Krankenhaus. Hatten wir mal eine schlechte Nacht, konnten wir uns in der anderen Nacht wieder erholen. Das war ganz angenehm und auch toll, dass wir beide beurlaubt wurden.

Die Traktionsbehandlung lief ganz anders als im letzten Krankenhaus, sehr merkwürdig. Man sollte meinen, dass bestimmte Behandlungen national festgelegt sind?? Nicht der Fall also.

Hier durfte sie zwei Mal eine halbe Stunde raus, morgens und abends. Morgens bekam sie von uns ein Brot in der Babywippe und abends konnte sie baden gehen oder kurz ins Freie. Und natürlich schmusen! Sechs Wochen sind ja eine lange Zeit, wenn man das alles nicht machen kann. Ihre Beine wurden diesmal auch weiter gespreizt?? Auch das Fachwissen der Schwestern war viel besser, hier bekamen ja öfter Kinder eine solche Behandlung als in unserem regionalen Krankenhaus. Da wurde noch regelmäßig etwas im Ordner nachgeschlagen. Der Orthopäde macht auch regelmäßig seine Visite und informiert uns über die Fortschritte. Sie selbst macht es wieder toll und bleibt gut drauf! Super, man hat ja lieber nicht, dass dein Kind leidet.

Jetzt haben wir zu hören bekommen, dass sie nächste Woche weiterbehandelt wird. Der Orthopäde erwartet, dass er ihre Hüfte ohne Operation wieder einrenken kann. Gut zu hören und auch sehr spannend, denn es gibt keine Garantie. Sollte es nicht klappen, wird sie doch operiert weil sie ja dann schon ihre Narkose hat. Wir hoffen natürlich, dass das nicht nötig sin wird. Daumen drücken und Kerzen anzünden….

Es kommt uns vor, als hätte das regionale Krankenhaus uns besser sofort ins zweite Krankenhaus schicken können, im Hinblick auf den Ernst der Hüftfehlstellung, da das Personal, als auch der Kinderorthopäde in Arnheim viel mehr Erfahrung und Ahnung hatte. Dies möchten wir dem Regionalkrankenhaus gern mitteilen, um anderen Eltern die gleiche Enttäuschung zu ersparen! Wir raten dazu, erst mal zu informieren, ehe die Traktionsbehandlung beginnt. Welche Erfahrung hat das Krankenhaus, vielleicht sogar sich noch an ein anderes Krankenhaus wenden mit Fragen über die Behandlung.

Wenn sie nächste Woche im Gips mit nach Hause kommt, müssen wir auch noch die kommenden acht Wochen überstehen. Das Krankenhaus hat uns glücklicherweise eine Broschüre mitgegeben über den Hüftgips und woran wir alles denken sollten, das ist toll. 

Nach Erfahrungen anderer Eltern habe ich im Internet richtig suchen müssen, oder man hätte erst Mitglied werden sollen, so ein Quatsch! Am Meisten lernt man von den Erfahrungen anderer, über Märkte (Vgl. eBay) kam ich in Kontakt mit anderen Eltern, die gern ihre Tipps mit mir teilten!

Der Transport im Auto ist wirklich ein Problem, besonders bei Kindern unter 9/12 Monaten, dafür gibt es nämlich keinen angepassten Kindersitz. Bei Maxi Cosi haben wir gratis eine angepasste Babyschale mit längeren Gurten ausleihen können, aber die kann man unmöglich zu machen, wenn man die Schale ausstopft mit Handtüchern. Den leihen sie nur Kindern in Spreizhose.

Auch nach der Freistellung zum Transport im Auto haben wir suchen müssen, wir wurden on einem zum andern geschickt, bis sich herausstellte, dass wir diese beim CBR (niederländische Zentralstelle zur Erteilung von Führerscheinen) anfragen kann.
Wir haben einen Doomoo seat gekauft, was für Kinder mit Hüftgip oder Spreizhose sehr komfortabel ist.
Ansonsten lassen wir alles auf uns zukommen in den kommenden Wochen. Erst mal warten wir den Eingriff/die Operation nächste Woche ab……….